Blick vom Alphubel4206 m zum Monte Rosa Florian Kluckner, Telefon: 0039 - 349.4196 455   P.IVA 02472650031  Kontakt     Impressum /  Datenschutz    Links   Rosengarten, Dolomiten Die Absicherung und die Wahrnehmung   Damit der hier gemeinte Rhythmus beim Klettern entstehen kann, ist neben der  klettertechnischen Schwierigkeit die Art der Absicherung von entscheidender Bedeutung.  Es ist interessant, sich selbst dabei zu beobachten, wie in einer Führe mit vielen  Bohrhaken die Aufmerksamkeit und Wahrnehmung gelenkt ist. Ich kenne von mir, dass ich  nach dem Bohrhaken Ausschau halte und ihn dann zielstrebig anklettere. Weniger  Aufmerksamkeit lenke ich auf den Fels mit seinen Möglichkeiten des weiteren Weges. Die  vielen Bohrhaken nehmen mir die Wegsuche ab, da sie wie Markierungen die Linie  vorgeben. Sie vermitteln Sicherheit, sodass ich geneigt bin, gerne an oder über meine  Leistungsgrenzen zu gehen. Dies ist für mich ein Reiz des Kletterns in Touren mit vielen  Bohrhaken.    Ist im Gegensatz hierzu eine Führe mit Sicherungen wie Sanduhren, Normalhaken oder  Klemmkeilen und Friends zu sichern, so ist die Aufmerksamkeit und Wahrnehmung anders  gelenkt. Sie wird viel mehr auf den Felsen und seinen Möglichkeiten gegeben, um den  leichtesten Weg zu finden. Man muss sich viel mehr in den Berg hineinversetzen! Diese  Aufmerksamkeit für den Fels ist sehr wichtig, da sie eine Beziehung zum Fels herstellt.  Man sieht: Hier ist ein schönes Tropfenloch, dort ein Tritt, wie sie sich aneinanderreihen,  und mit ihrer Hilfe ein Höhersteigen möglich wird. Der Riss wird genau betrachtet, um an  einer Verengungsstelle einen Klemmkeil platzieren zu können oder in seiner breite  abgeschätzt um die richtige Größe des Friends aus zu wählen. So entstehen Nähe und eine  Verbindung zum Fels. Dies schenkt Sicherheit in der Bewegung und damit Selbstvertrauen  und Rhythmus.    Der ganze Kletterstil verändert sich. Man bleibt unter seinem maximalen Kletterniveau  und passt sich mehr dem Fels an. Eigene Grenzen und Fähigkeiten werden besser ein- und  abgeschätzt, da ein Sturz vermieden werden will. Es ist mehr Eigenverantwortlichkeit  notwendig. Das Mehr-Auf-Sich und seine eigenen Fähigkeiten gestellt sein, stärkt das  Selbstvertrauen. Dies äußert sich nicht nur beim Klettern, sondern in allen anderen  Lebensbereichen. 
Weist eine Klettertour natürliche Sicherungen auf, ist mehr Einfühlung und Aufmerksamkeit für den Fels notwendig. Text zum Drucken und Herunterladen Der Kletterer bleibt unter seinem maximalem Niveau und passt sich an den Fels an. Lutz Franken in der Via “12 alberi”, Limarò Lutz Franken in der Via “12 alberi”, Limarò